Beiträge aus dem Bereich: Allgemein



Sommerlicher Hitzeschutz durch Phasenverschiebung

Sommerlicher Hitzeschutz durch Phasenverschiebung Oberflächentemperatur (außen = rot, innen = bau) an einem Sommertags. Die Pfeile markieren den jeweiligen Zeitpunkt der höchsten Temperatur. Der Abstand in Stunden ist die Phasenverscheibung.

Will man seine Wohnung im Sommer ohne Klimaanlage auf möglichst behaglichen Temperaturen halten, gibt es nur einen Weg: die Kälte der Nacht auszunutzen. Um dies zu realisieren, soll die Hitze des Tages  von wärmespeichernden Materialien „aufgefangen“ werden. Dies führt dazu, dass die Wärme bzw. "Temperaturwelle", die von der Außenwand zur Innenwand läuft, verzögert und abgeschwächt wird. So kann die gespeicherte Wärme Nachts wieder an die dann kühlere Außenluft abgegeben werden, noch bevor Sie an der Innenwand ankommt.

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Urban Mining - Wiederverwertung von Baustoffen beim Hausbau

Baustoffen ein zweites Leben geben - Bauen mit Schutt

Die Bauwirtschaft ist boomt und ist der Motor des Europäischen Wirtschaftswachstums und einer der größten Arbeitgeber. Wo Licht ist, it auch Schatten - so ist der ökologische Fußabdruck riesig - insbesondere im nach wie vor stark Betonlastigen Geschoßwohnungsbau, aber auch im privaten Einfamilienhäuslein.

In dem Beitrag zeigt die Autorin verschiedene Protagonisten und Ansätze, wie man aus bereits einmal schon genutzten Baumaterialien wieder neues entstehen lassen kann.

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Die eigene Wasserstoff-Tankstelle - Eine neuartige Entwicklung macht dies möglich.

Die eigene Wasserstoff-Tankstelle - Eine neuartige Entwicklung macht dies möglich.

Wasserstoff als Alternative zum batteriegetriebenen Auto gewinnt immer mehr Aufmerksamkeit in der Diskussion.

Aber woher ist der Wasserstoff zu bekommen?

Noch immer sind Tankstellen für Wasserstoff dünn gesät. Mit der neuartigen Entwicklung der Firma GRZ Technologies kann sich dies aber bald ändern.

Andreas Züttel, Direktor des Materiallabors für erneuerbare Energie an der EPFL in Lausanne hat in dem von ihm mitgegründeten SpinOff GRZ Technologies eine vereinfachte Speicher- und Betankungslösung entwickelt. Diese Lösung vereinfacht gleich mehrere Problematiken bisheriger Wasserstoff-Fahrzeuge:

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Bebauungspläne gegen Schottergärten

Bebauungspläne gegen Schottergärten Bild von Bernd Müller (pixabay)

Schottergärten sind für immer mehr Hausbesitzer schick und vor allem einfach zu pflegen.
Für Fans des Landschafts- und Naturschutzes aber zunehmend ein Dorn im Auge.

Auch wenn diese bei uns einfach "Schottergarten" genannte Gartengestaltung an einen Zen-Garten mit Minimalismus in Perfektion erinnert, sind Sie zunehmend auch den Kommunalverwaltungen ein Dorn im Auge.
Eigentlich sind diese Gärten im Südwesten ja verboten, trotzdem sieht man sie gerade in Neubaugebieten immer öfter.

Als eine der ersten Kommunen schreibt nun die Stadt Achern im Ortenaukreis (Baden-Württemberg) ein Verbot in die Bebauungspläne.

Bereits Ende Juli 2020 hat der Baden-Württembergische Landtag in seiner Novelle des Landesnaturschutzgesetzes das Verbot von Schottergärten noch einmal verschärft: In Paragraf 9 der Landesbauordnung (LBO) steht schon seit Jahren: "Die nicht überbauten Flächen der bebauten Grundstücke müssen Grünflächen sein". Allerdings erlaubt der Gesetzgeber geringe Mengen an Kies bzw. Schotter weiterhin, z.B. als "eng umgrenztes gestalterisches Merkmal". Ein wichtiges Merkmal zur Beurteilung ist, wie diese Flächen im Kontext mit den Restflächen des Grundstückes stehen.

"Ich kann vom Bauherren keinen Gestaltungsplan für den Garten verlangen", so Michael Gegg-Seidler, Leiter des Fachgebiets Baurecht in der Acherner Stadtverwaltung, aber der Paragraph 9 der LBO  bzw. die Vorgaben eines entsprechenden Bebauungsplanes sind trotzdem zu beachten.

Der Naturschutzbund (NaBu) bewertet die Schottergärten überwiegend negativ. "Mit den Schottergärten wird ein enormes Potential verschleudert", so der Biologe Martin Klatt. Allen voran sieht er das Problem der mangelnden Artenvielfalt. Dazu kommt aber auch noch, dass sich diese Gärten viel schneller und stärker aufheizen - quasi eine Heizung vor dem Haus zusätzlich. Gerade im Sommer wohl eher kontraproduktiv zur gewünschten Kühle.
Und pflegeleicht sind diese Form der Gärten auch meistens nicht, es sei denn, man setzt die Giftspritze mit entsprechenden Mengen ein. Denn Gräßer und Kräuter finden schnell den Weg selbst durch unwegsamsten Schotterbelag. Wer kennt sie nicht, die Pflanzen, die sich erfolgreich selbst durch einen asphaltierten Belag kämpfen.

Broschüre

Allerdings bevorzugen sowohl Behörden als auch Umweltschützer Aufklärung statt Verbote. So hat z.B.  Der LandesNaturschutzVerband (LNV) Baden Württemberg die Broschüre "Versteinerte Gärten: Wie Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden" herausgegeben, welcher in der ersten Auflage schnell vergriffen war.
Erfreulich ist auch, das immer mehr Bauherren zu diesem Thema sensibilisiert werden können.

Außerdem können oftmals mit wenig Aufwand ein naturfreundlicher Garten geschaffen werden. So können z.B. in die Steine ein Gemisch aus gütegesichertem Kompost und Sand eingearbeitet werden. Werden dann Kartäusernelke, Mauerpfeffer und Hornklee eingesät und mit Stauden wie dem Natternkopf kombiniert, ergibt dies eine „pflegearme Fläche“, die auch Umwelt-Belangen gerecht werde. Dies schafft für das Auge ein tolles Bild und im Sommer für die Hauswand mehr Kühle.

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Mehr Naturstoffe beim Bauen - Neue Studie belegt Sicherheit, Kalkulierbarkeit und Nachhaltigkeit

Mehr Naturstoffe beim Bauen - Neue Studie belegt Sicherheit, Kalkulierbarkeit und Nachhaltigkeit © Fraunhofer WKI | Manuela Lingnau

NaWaRo-Dämmstoffe bisher in Vorschriften und Normen nicht berücksichtigt

Leider war bisher der Einsatz von NawaRo-Dämmstoffen in baurechtlichen Vorschriften und Normen nicht berücksichtigt. Dadurch wurden umfangreiche und aufwändige Bauteilprüfungen notwendig, was den Einsatz zum Einen erheblich verteuerte und zum Anderen aufwändiger machte.

Dies soll sich mit dieser Studie nun ändern und NaWaRo-Dämmstoffe Einzug in die allgemeine Normierung finden.

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Nützliches Tool für den (Gelegenheits-) Heimwerker: Kopierschablone

Heute ein Tipp für alle "Heimwerker":

Ist es Ihnen auch schon so ergangen, dass Sie ein Bauteil an die Kontur eines anderen anpassen wollten?
Meterstab ausgepakt, längs gemessen, quer gemessen, aufgeschrieben, übertragen und dann passt es doch nicht so richtig?
Frei nach dem Spruch: "zweimal gekürzt und immer noch zu kurz"

Ein nützliches Hilfsmittel möchte ich Ihnen an dieser Stelle kurz vorstellen:

Die flexible Kopierschablone

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Höhere Luftqualität sorgt zunehmend für grünere Dächer und Fassaden.

Höhere Luftqualität sorgt zunehmend für grünere Dächer und Fassaden. Foto © Werner Eicke-Hennig - Energieinstitut Hessen

Alles Grün - mitten im Winter.

Immer mehr Bäume und Sträucher haben grüne Stämme und Äste, Algenbewuchs sei Dank.

Dieses fortschreitende Entwicklung kann man seit der Jahrtausendwende auch im Siedlungsraum zunehmend beobachten.

Sobald die Kohlekraftwerke abgeschaltet sind, wird es zu einem weiteren Schub beim Algenwachstum kommen. Die Verbrennung von Kohle ist ein wesentlicher Verursacher des Schwefeldioxyds. Mit dem Abschalten wird die Luft damit noch sauberer, was das Algenwachstum weiter fördert.

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Verbot von Ölheizungen und Neue Förderung für den Austausch von Ölheizungen

Verbot von Ölheizungen und Neue Förderung für den Austausch von Ölheizungen

Neue Förderung für den Austausch von Ölheizungen

Die Bundesregierung plant das vollständige Verbot von Ölheizungen.

Der Bundesrat möchte das von der Bundesregierung beabsichtigte Betriebsverbot für Ölheizungen sogar noch ausweiten. So solle es auch für Heizkessel gelten, die mit festen fossilen Brennstoffen beschickt werden, da deren Verbrennung sehr treibhausgasintensiv sei - dies geht aus einer Stellungnahme hervor, die der Bundesrat am 20. Dezember 2019 in seiner 984. Sitzung zu dem geplanten Gebäudeenergiegesetz (GEG) beschlossen hat. 

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Autobatterien können konventionelle Kraftwerke ersetzen

Autobatterien können konventionelle Kraftwerke ersetzen

Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und die Firma Mercedes-Benz Energy, eine Tochtergesellschaft des Autobauers Daimler, forschen gemeinam an Lösungen, um das Stromnetz, insbesondere das Übertragungsnetz zu stabilisieren.
Ein Ergebnis diser Vorschungsarbeiten ist, dass Autobatterien ein Großkraftwerk ersetzen können.

Im Testcenter in Kamenz wurde mit 2nd-Life und Ersatzteilbatterien ein Stromspeicher mit einer Leistung von 1 Megawatt und einer Kapazität von 750 kWh (Kiliwattstunden) aufgebaut und dessen Verhalten bei schwankender Belastung untersucht.
Die Techniker haben dabei festgestellt, dass die Autobatterien in der Lage sind, in weniger als 100 Millisekunden auf Änderungen der Netzfrequenz und somit der Belastung des Netzes zu reagieren.
 

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